21. Oktober 2021
Berlin, 21. Oktober 2021 – Wärmenetze bieten eine effiziente und flexible Möglichkeit, um eine Wärmeversorgung mit klimafreundlichen Energieträgern in kleineren Siedlungen oder ganzen Stadtvierteln umsetzen zu können.
Die neuen Animation der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) erklärt, wie die Erneuerbaren sowohl in konventionelle Wärmenetze mit hohen Temperaturen als auch in innovative Kaltwärmenetze integriert werden können. Praxisbeispiele aus deutschen Gemeinden stellen dar, wie Solarthermie, Abwärme, Restholz, Photovoltaik und Wärmepumpen zu der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung beitragen. Außerdem wird erläutert, wie sowohl der Betrieb von Wärmenetzen bei kommunalen Unternehmen als auch die Nutzung von lokalen Ressourcen die regionale Wertschöpfung steigern. Abschließend werden konkrete Förderprogramme hervorgehoben, die zur Finanzierung der Wärmenetzen beitragen können.
Aktuell wird in Deutschland rund zehn Prozent des Gebäudewärmebedarfs über Wärmenetze gedeckt. 70 Prozent der Fernwärmeerzeugung wird von KWK-Anlagen übernommen, die wiederum 85 Prozent Kohle und Gas verfeuern. Um die klima- und energiepolitischen Ziele zu erreichen, muss jedoch eine grundlegende Transformation der bisher überwiegend auf fossilen Brennstoffen basierenden Wärmeversorgung erfolgen. Zukünftig können Wärmenetze eine wichtigere Rolle im Wärmesektor übernehmen. Nach manchen Szenarien könnte der Anteil bis zum Jahr 2050 auf etwa 20-25 Prozent steigen. Nah- und Fernwärmenetze ermöglichen, klimafreundliche Energieträger in den Kommunen flexibler zu einzusetzen und lokal vorhandene Potenziale für Erneuerbare Energien zu nutzen. Auch Verbraucher*innen können davon profitieren, da sie nicht mehr die eigene Heizungsanlage installieren und betreiben müssen.
Das Projekt Kommunale Wärmewende der AEE und dem Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert.
In der Serie Kommunale Wärmewende ist bereits eine weitere Animation zu den Geschäftsmodellen im erneuerbaren Wärmebereich erschienen: https://www.waermewende.de/geschaeftsmodelle-fuer-die-kommunale-waermewende/